Er war der Millowitsch der Subkultur, der Kölsche Fassbinder: Walter Bockmayer. 1975 eröffnete er im Kwartier Lateng die „Filmdose“ – schnell erlangte das Lokal, vor allem durch die seit 1984 stattfindenden Theateraufführungen, die Bockmayer dort inszenierte, Berühmtheit – und mit ihm damals noch unbekannte Schauspieler*innen: Hella von Sinnen, Dirk Bach, Ralph Morgenstern u.v.m. Bockmayer und seine „Familie“ waren die Avantgarde der Kölner Queerness und festigten den Ruf Kölns als schwuler Hauptstadt. Das Produktionsbüro Petra P. erinnert an einen Künstler und Menschen, dem es selbst viel verdankt. Der in seinen Filmen und Inszenierungen Trash mit Hochkultur verband – ein Getriebener, ein Macher, ein mutiger Egomane, dem es egal war, was andere über ihn dachten.
U.a. am 10., 25. und 26.2. im Theater der Keller, Köln.
choices verlost 1x2 Karten für den 10.2.
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