Hauptfigur Ipek stellt sich während eines Besuchs bei ihrem Vater die Frage, wann die Entfremdung zwischen den beiden begonnen hat, und tastet nach Möglichkeiten, sie zu überbrücken. Dabei geht es indirekt auch um die Brüche zwischen der als Gastarbeiter eingewanderten Elterngeneration und den in Deutschland geborenen, inzwischen studierten Kindern. Güngörs Erzählweise ist die eines sensiblen Realismus’ – zurückhaltend, aber mit einem Auge für die Details. Auch in ihren bisherigen Büchern befasste sich Güngör mit den Themen Familiengeschichte, Migration und Identität.
Dilek Güngör: Vater und ich | Verbrecher Verlag | 104 S. | 19 €
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