
Safe House (2012)
USA, ZA 2012, Laufzeit: 115 Min., FSK 16
Regie: Daniél Espinosa
Darsteller: Denzel Washington, Ryan Reynolds, Vera Farmiga, Sam Shepard, Joel Kinnaman, Brendan Gleeson, Robert Patrick, Tanit Phoenix, Liam Cunningham
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Spannende Actionjagd
Auf der Flucht
„Safe House“ von Daniél Espinosa
Weston (Ryan Reynolds) ist ein CIA-Rookie, ein Agent, der hungrig seinen ersten Einsatz herbeisehnt. Doch sein Chef versetzt ihn in ein Safe House nach Kapstadt, ein Sicherheits-Appartement, das als Anlaufstelle für Personen eingerichtet ist, die kurzfristig Schutz benötigen. Seit inzwischen einem Jahr wartet Weston auf seinen ersten Einsatz – da wird Ex-CIA-Agent Frost (Denzel Washington) zum Verhör ins Safe House gebracht. Der Gefangene ist ein zwielichtiger Händler von Staatsgeheimnissen. Wenig später wird das Gebäude gestürmt – und Weston ist mit Frost auf der Flucht.
Regisseur Daniél Espinosa („Easy Money“) folgt der Zwangsgemeinschaft mit geschulterter Kamera und flottem Schnitt, die Action ist wuchtig nah, das Tempo hoch. Dafür verzichtet er auf Komplexität – aber die benötigt dieses überdurchschnittliche Genreprodukt auch nicht. Ryan Reynolds bleibt auch hier blass, das passt aber gut zur Rolle des ambitionierten Frischlings. Warum der allerdings in geradezu jeder Szene Tränen in den Augen hat und immer kurz vorm Heulen ist, muss sich die Regie schon fragen lassen. Klar, erster Einsatz, und dann gleich so viel Blut und Tote und Hektik und kein Schlaf, das kann einen CIA-Rookie schon mal eben aus der Bahn werfen. Aber irgendwann ist man dann mal neugierig auf die ausstehende Wandlung des Helden. Doch die bleibt aus, nein, die Heulsuse kühlt nicht ab, und die Äuglein bleiben glasig. Denzel Washington dagegen überzeugt vollends als psychologisch versierter Verräter mit Moral. Brendan Gleeson („The Guard“) und Sam Shepard („Brothers“) mischen auch noch mit. Insgesamt gut besetzt, flott, krachend, spannend.
(Hartmut Ernst)

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