
Ich will mich nicht künstlich aufregen
Deutschland 2014, Laufzeit: 84 Min.
Regie: Max Linz
Darsteller: Sarah Ralfs, Pushpendra Singh, Barbara Heynen, Kerstin Grassmann
Vielschichtiger Diskurs über Film und Kulturpolitik
Fragen über Fragen
„Ich will mich nicht künstlich aufregen“ von Max Linz
Die Erinnerung kreist ganz schnell um Filme von Godard, Kluge, Farocki – um ein politisches Kino im Kontext der ’68er: Rezitationen, Agitationen, Reflexionen – betont hölzern vorgetragen, umkreisen Fragen zu experimentellem Film und Kunst, zur Finanzierung und Förderung, zu Kapitalismus. Bühnenhaft, schematisch und theatral ausgestellt wirft der Film Fragen in den Raum.
Mitunter sind es etwas viele Fragen, mitunter ist die Stoßrichtung etwas vage, aber der Versuch, die Methoden eines politischen Kinos zu reaktivieren – inklusive Humor und Brecht-Yoga – ist spannend und auch absolut wünschenswert. Ob das betont Belesene stets auch lustig gemeint ist, oder manchmal auch Strebertum ist, ist in der bunten Diskursvielfalt nicht immer zu bestimmen.

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