
Apollo 18
USA 2011, Laufzeit: 86 Min.
Regie: Gonzalo López-Gallego
Darsteller: Lloyd Owen, Warren Christie, Ryan Robbins
>> www.apollo18.senator.de
Atmosphärische Sci-Fi-Mockumentary
Drei Mann, ein Mond
„Apollo 18“ von Gonzalo López-Gallego
„Blair Witch Project“, „Cloverfield“, „Paranormal Activity“ – die Mockumentary wandelt munter durchs Genre. Mit “Apollo 18” begibt sich das auf Authentizität ausgelegte Terrormovie nun hinaus ins Weltall. Verschiedenste Kameras dokumentieren 1973 den Trip dreier US-Astronauten zum Mond. Den Film bildet eine Collage aus dem vermeintlich überlieferten, dokumentarischen Material – konsequent ohne musikalische Untermalung oder cinematografischen Feinschliff auf Kinolänge gestutzt. Erste, amüsante Eindrücke aus dem Alltag in der Schwerelosigkeit werden schleichend abgelöst von kleinen technischen Problemen und vereinzelten Irritationen, die schon bald zu einer unmittelbaren Bedrohung heranwachsen.
Insgesamt ist dies in Bezug auf Filmmaterial und Kulissen glaubwürdig inszeniert und erreicht mit knackiger Montage den atmosphärischen Sog der Vorbilder. Es mangelt allerdings ein wenig an der Story, die die Geschichte nicht ausreichend zu Ende denkt und in Bezug auf die außerirdischen Besucher Fragezeichen hinterlässt. Trotzdem: Wenn wir einmal annehmen, Aliens finden eines Tages als Hinterlassenschaft der Menschheit ausschließlich Filme wie „Blair Witch Project“, „Cloverfield“, „Paranormal Activity“ oder eben diesen – sie dürften es ganz schön mit der Angst zu tun bekommen.
(Hartmut Ernst)

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