„Soundtrack Cologne 7.0“ im Kölnischen Kunstverein
Samstag, 27. November: Als Teil der „Cine Cologne – Vier gewinnt!“ widmete sich die 7. Ausgabe der Soundtrack wieder den Film- und Fernsehmusikkomponisten. Den Ehrenpreis erhielt 2010 der Komponist Christian Bruhn, der mit Schlagern („Wärst du doch in Düsseldorf geblieben“, „Zwei kleine Italiener“) und Fernsehmusiken („Timm Thaler“, „Heidi“, „Captain Future“) seit 50 Jahren erfolgreich ist. Im Werkstattgespräch mit Andreas Weidinger beklagte der alte Hase die mangelnde Risikobereitschaft junger Komponisten, denn Melodien wie aus Bruhns Feder seien in heutigen Soundtrack-Kompositionen rar gesät. Mitverantwortlich sind für den langjährigen GEMA-Aufsichtsratsvorsitzenden auch die schrumpfenden Budgets der Sender.
„Film+ 10“ im Filmforum
Samstag, 27. November: In Konkurrenz zum Viererpakt der „Cine Cologne“ fand ebenfalls am letzten November-Wochenende auch die 10. Ausgabe des Forums für Filmschnitt und Montagekunst „Film +“ statt. Trotz zahlreicher parallel stattfindender Filmevents war auch hier beispielsweise das Panel „(De)montierte Rollenbilder“ im Filmforum gut besucht. Studenten der HFF „Konrad Wolf“ unter Leitung der Dozentin Susanne Foidl hatten sich mit der Frage beschäftigt, inwiefern im Schnittraum Geschlechteridentitäten in Filmen verstärkt bzw. erst geschaffen werden. In anschaulichen Vorträgen hatten sich vier Studentinnen und ein Student mal philosophisch-fragend, mal analytisch-bebildernd oder mal selbst im Schneideraum dechiffrierend mit dieser Thematik auseinandergesetzt.
„Unlimited #4“ im Odeon
Sonntag, 28. November: Mit der „Unlimited“-Preisverleihung gingen am Sonntagabend neun Tage „Cine Cologne“-Filmfestival zu Ende. Im Odeon moderierte die Handpuppe Kosta Rapadopoulos mit beißendem Witz die Zeremonie und konnte damit spielerisch über kleinere technische Unzulänglichkeiten der Veranstaltung hinweghelfen. Auf der Bühne mussten sich die Jury-Mitglieder, Sponsoren und Preisträger den bissigen Kommentaren der griechischstämmigen Kultfigur stellen, so auch Rüdiger Schmidt-Sodingen, der für „choices“ den mit 500 Euro dotierten Publikumspreis Europa überreichte. Gewonnen hatte die schweizerisch-deutsche Koproduktion „Yuri Lennon’s Landing on Alpha 46“ von Anthony Vouardoux, die mit seinem schwarzhumorigen Twist das Publikum begeisterte.
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