Danke, dass du die Wege des Pastors Terry Jones hinausgelenkt hast aus unserer Stadt. So mussten wir nicht weltweit die Schlagzeile lesen: „Kölner Hassprediger will Koran verbrennen“. Bis vor zwei Jahren war dein verwirrter Diener ja Evangelist der „Christlichen Gemeinde Köln“, bevor er sich, getrieben durch finanzielle Unregelmäßigkeiten innerhalb seiner Glaubensgemeinschaft, im sonnigen Florida ansiedelte. Nicht wie sonst immer die üblichen Stars and Stripes, wären auf Demonstrationen in arabischen Metropolen Schwarz-Rot-Gold oder gar Fahnen des FC in Flammen aufgegangen. Und auch andere Symbole unserer freundlichen Stadt wären gefährdet gewesen. Selbstmordattentäter hätten sich mit 4711 übergossen. Der iranische Staatsrundfunk hätte nie mehr die Höhner oder BAP gespielt. Am Ende hätte es gar einen weltweiten Boykott von Autos gegeben, die hier gefertigt werden. Fort mit diesem religiösen Wirrkopf!
Uns reicht Thilo Sarrazin. Das CHOICES-THEMA beschäftigt sich mit der „Lieblingsreligion“ des Ex-Bankers, dem ISLAM. Allerdings wird Thilo enttäuscht sein, denn jene Glaubensrichtung ist gar nicht so furchtbar und mittelalterlich ... Tatsächlich mittelalterlich ist die Oktobermusik. Auf dem KÖLNER FEST FÜR ALTE MUSIK wird noch mit Pferdehaar auf Katzendarm gestrichen. Drei Ausstellungen widmen sich dem Thema des menschlichen Körpers. Gegenstandsfreie Figuren von JOEL SHAPIRO, die doch an Gliederpuppen erinnern, zeigt die GALERIE KARSTEN GREWE. Angespannte, angestrengte, auch verzückt dreinschauende und hoffentlich ungedopte Sportler lichtete GREGOR HÜBL ab. Seine Fotografien präsentiert das SPORT & OLYMPIAMUSEUM. Und Körper auf der Ballettbühne im Wandel der Epochen zeigt das TANZMUSEUM. Lustig wird es in diesem Monat auch. Schenkelklopfer, aber auch feinsinnigen Humor präsentiert das KÖLNER COMEDY FESTIVAL, das in diesem Monat mit MICHAEL MITTERMEIER, DIETER NUHR und vielen anderen Gauklern und Komödianten seinen 20. Geburtstag feiert. Klassisches Drama statt moderner Komödie bietet – ebenfalls seit 20 Jahren – das DEUTSCH-GRIECHISCHE THEATER, das in dieser Spielzeit das weibliche Pendant von Ödipus, ELEKTRA, zeigt. Mit KOSTAS PAPAKOSTOPOULOS sprach choices über sein Theater, über Freiheit und Geld.
Und im Kino? Zunächst dürfte ein Event interessant sein. Ganze 84 Lichtspielhäuser gab es in den Goldenen Fünfzigern in unserer Stadt, den Geschichten dazu ist FilmInitiativ mit seinem Festival KINOGESCHICHTE(N) auf den Grund gegangen. Aber auch die aktuellen Filmproduktionen sind sehenswert. DAS ENDE IST MEIN ANFANG berichtet vom Abschiednehmen des bekannten Spiegel-Reporters Tiziano Terzani, inszeniert von Jo Baier. Erika Pluhar und Bruno Ganz spielen das Ehepaar Terzani. Ganz ohne Ehefrau muss hingegen in IM OKTOBER WERDEN WUNDER WAHR der Geldverleiher Clemente mit einem Findelkind klarkommen. Eine Hollywoodproduktion würde die Story wahrscheinlich zum Klamauk verleiten. Doch der Film von Daniel und Diego Vega kommt aus Peru und ist daher schon eher mystisch und märchenhaft. Die CHOICE OF CHOICES widmet sich der Straßenkunst. BANKSY – EXIT THROUGH THE GIFT SHOP zeigt die Geschichte des Sprayers Banksy, des Filmemachers Thierry Guetta, des Filmemachers Banksy und des Sprayers Thierry Guetta. Das Genre Street Art und somit auch der Film sind für Rollenkonfusion prädestiniert.
Einen strukturierten, goldenen und schwer entflammbaren Oktober wünscht
Tina in Düren
Intro zum Monat Mai 05/12
Der liebe Herr Lukas P.
Intro zum Monat April 04/12
Nun messen sie sich auf politischem Parkett
Eine Reportage aus Honduras: über zwei Präsidenten und ein brisantes Duell an den Wahlurnen – Ungeschminkt 03/12
„Europa hat die Menschenrechte vergessen“
Im Interview: Manuel Zelaya, der vom Militär gestürzte frühere Präsident von Honduras – spezial 03/12
Neben der A57
Intro zum Monat März 03/12
„Jewollt und nit jekonnt“
Intro zum Monat Februar 02/12
Ein Käse mit vielen Löchern
Kölns Kulturentwicklungsplan im Gespräch – spezial 01/12
Falling down am Kölner Ring
Intro zum Monat Januar 01/12
Auslegen, anbauen, aufdecken
Entdeckungen auf der Essener SPIEL ‘11 – choices spezial 12/11
Bambi-Bitch
Intro zum Monat Dezember 12/11
Liebe Frau Piel!
Intro zum Monat November 11/11
Die schwarze Gefahr
Intro zum Monat Oktober 10/11
Von Ameisenkünstlern und anderen Überfliegern
Erfolgsmeldungen aus der Kölner Hochschullandschaft - Jubiläum 10/11
Zum Durchdrehen
Intro zum Monat September 09/11
Müffelnde Mädchen
Intro zum Monat August 08/11
Heavy Metal
Intro zum Monat Juli 07/11
Hoch die Tassen und Gläser!
Findling 07/11
Nomen est omen
Intro zum Magazin 06/11
Bunga Bunga Balla Balla
Magenbitter 05/11
Das Doppelkoppmonster
Intro zum Magazin 05/11
taz-Medienkongress in Berlin
In Berlin wurde die Zukunft der Medien verhandelt. Die taz hatte geladen, um zu klären, wie Mister Twitter Old Mubarak stürzte - choices spezial 04/11
Atomausstieg - nachhaltig umschalten!
Ökologische Gegenwarts- und Zukunftsfragen - die Kulturmagazine choices, engels und trailer-ruhr seit vielen Jahren mit 'grünen Seiten', nicht erst seit Fukushima - choices spezial 04/11
Verrückt nach mehr
Findling 04/11
Kunst durch Vorbeischauen
Dämonen sind schlau. Viele Reize, wenig Tatsachen - Magenbitter 04/11
Déjà-vu
Intro zum Magazin 04/11