Köln hat Angst vor dem Osten. Das ist historisch bedingt. Schon als sie Römer waren, vor etwa 2.000 Jahren, bekamen die Kölner vom ollen Hermann einen auf die Mütze. Auch Adenauer hatte Bammel vor dem, was sich jenseits des Rheins zusammenbraute und begründete damit den Kalten Krieg in Mitteleuropa. Was aber jetzt auf die rheinische Gemütlichkeit und Gemütsverfassung zielt, sprengt wirklich jede Dimension. Am 16. Mai entband die aus dem Osten stammende Bundeskanzlerin den südlich von Köln stammenden Norbert Röttgen von seinen Aufgaben als Bundesminister. Und zwei Tage später beschädigte ein aus Düsseldorf stammender Betrunkener den Kölner Dom erheblich und leistete bei seiner Festsetzung heftigen körperlichen Widerstand. Düsseldorf liegt, das sei erwähnt, fast gänzlich auf der feindlichen Seite des rettenden, weil trennenden Stroms. Was also ist zu tun? Alle Brücken sprengen? Visumspflicht für Westfalen und andere Preußen einführen? Es gibt eine Alternative. Jürgen Roters löst Angela Merkel als Bundeskanzler ab.

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