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10/17 Kinderseelen

FRAGEN DER ZEIT
Redaktionsskizze: wie choices & Co. das jeweils nächste Thema planen
für choices/Köln, engels/Wuppertal und trailler/Ruhr
Drei Magazine in NRW – ein THEMA

Foto: Cornelia Wortmann


Kinder sind unsere Zukunft. Darin sind sich alle einig. Strittig dagegen ist der richtige Umgang mit dieser Zukunft und nicht zuletzt die richtige Diagnose der Gegenwart: Was ist dran an den Klagen, wir lebten in einer kinderfeindlichen Gesellschaft, in der auszuwachsen eine Zumutung, eigentliches Kind-sein unmöglich sei? Ist sie bloß Zeichen eienr extrem sensiblen Gesellschaft, die auch kleinste Verfehlungen gegen Kinder registriert? Sprechen gegen den negativen Befund nicht ein gereiftes Angebot von Gesundheitssorge, Erziehungsberatung, Frühförderung, verbesserte Gesetze zum Kinderschutz und ein subventioniertes Freizeitangebot? Wie sollen sich Eltern verhalten angesichts sich widersprechender Befunde? Wieviel Behütung braucht es, wieviel Freiraum? Finden Babys wie von selbst ins Leben oder müssen sie hochsensibel umsorgt werden, damit sich ihre Potentiale entfalten? Sind Helikopter-Eltern besonders verantwortungsbewusst oder verdammen sie ihre Kinder zur Unselbständigkeit?

 

Medienteil EINS: Neugier genügt


Eine Lernmaschine sei das Säuglingsgehirn, heißt es. 100 Milliarden Neuronen – soviel wie bei Erwachsenen. Sie warten darauf, billionenfach miteinander verschaltet zu werden. Unablässig verarbeitet das Gehirn Sinneswahrnehmungen, staunt über und kartiert die Welt, macht sich einen Reim auf die Dinge. In den ersten fünf Lebensjahren bilden sich beständige Schaltkreise heraus: Die Myelinscheide legt sich als isolierender Mantel um häufig genutzte Verbindungen, die Nervenfaser verdickt sich und leitet Signale noch besser. Die Fähigkeiten sind offenbar von Anfang an gegeben. (Ein Auszug aus der Detailplanung)

Medienteil ZWEI: Ich bin Ich


Welche Tendenz nun zutreffen mag: Verhätschelung, Vernachlässigung oder gar ein gesundes Mittelmaß – all das prägt die junge Identität: Vorlieben und Abneigungen, die Fähigkeit zuzustimmen oder abzulehnen, mein eigener urteilender Blick auf die Welt, der neben Staunen und Neugierde tritt. Nicht zuletzt: Ein Bewusstsein dafür, dass auch die Anderen ein Bild von mir haben. Dass meine Handlungen Folgen haben. Dass ich aus Früherem lernen kann. Ob ich gelernt habe, mich zu behaupten, Kompromisse einzugehen und stärkere Argumente zu würdigen? Welchen Einfluss hat die unaufhöhrlich beschworene komplexer gewordene Welt auf die Identitätsfindung? (Ein Auszug aus der Detailplanung)

Medienteil DREI: Liebe lernen


Auch ein moralisches Vermögen ist uns offenbar mitgegeben: Sechs Monate alte Säuglinge unterscheiden bereits Gut und Böse, anderthalbjährige Kleinkinder zeigen altruistisches Verhalten. Im Spiel lernen Kinder, dass Regeln wesentlich für unser Zusammenleben sind. Eltern, die es entgegen der Absprache wagen, den grünen Holzklotz (Seife) zu essen statt des gelben (Kartoffel), wissen, wie entschieden der Einspruch der Kleinen ausfallen kann. Dieselbe Fantasie, die Holzklötze essbar macht, Stofftiere zum Leben erweckt oder die Spielenden in Tiere verwandelt, erlaubt es, Einfühlungsvermögen zu entwickeln. (Ein Auszug aus der Detailplanung)

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