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11/17 Frau Luther

FRAGEN DER ZEIT
Redaktionsskizze: wie choices & Co. das jeweils nächste Thema planen
für choices/Köln, engels/Wuppertal und trailler/Ruhr
Drei Magazine in NRW – ein THEMA

Foto: Cornelia Wortmann


Rebell, Kirchenerneuerer, Kirchenspalter, Bestsellerautor, Sprachschöpfer, Nationalheld, Bibelübersetzer, Medienmacher, Marketinggenie, Popstar, Polemiker, Antisemit, Hexengläubiger, Bildungspolitiker, Demokratisierer des Glaubens. Viele Beschreibungen Martin Luthers sind spektakulär, erst recht, wird bedacht, dass der Mann, der die sich verdiente, vor 500 Jahren lebte. Als zentrale Gestalt der Reformation steht er nicht nur für eine andere Kirche, sondern für eine, die sich von überkommenen Zwängen befreit hat. Was in der katholischen Kirche unmöglich scheint, ist evangelische Normalität: Weibliche Kirchenautoritäten, geistliche Familienväter, Verzicht auf ein Papsttum. Ein voller Erfolg also in Sachen Gleichberechtigung? Hat die Reformation ihre Chancen gut genutzt oder geht da noch was?

 

Medienteil EINS: Zwischen Ehrenamt und Quote


Im Jahr 1992 wurde Maria Jepsen in Hamburg die erste lutherische Bischöfin weltweit. Sieben Jahre später folgte Margot Käßmann in der Landeskirche Hannover. Heute werden von 20 Landeskirchen zwei von Frauen geleitet - Bischöfin Ilse Junkermann in Mitteldeutschland und Präses Annette Kurschus in Westfalen. Warum sind weibliche Autoritäten in der evangelischen Kirche so rar? Die Zurückhaltung Luthers in Fragen der Frauenkarriere wird der Grund nicht sein.
(Ein Auszug aus der Detailplanung)

Medienteil ZWEI: Heldinnen des Glaubens


Die kritische Bibelforschung hat längst gezeigt: Die Bibel ist geschaffen durch Menschenhand. Entsprechend fragwürdig ist schlicht jedes überlieferte Wort. Genauer muss es zudem heißen: Die Bibel ist geschaffen durch Männerhände. Reichlich Gründe also, misstrauisch zu sein. Nicht, dass es der Bibel an beeindruckenden Frauenfiguren mangelt. Im Vordergrund aber stehen sie nicht. Und so manche scheint unterschlagen worden zu sein. Die Jünger Jesu – im wirklichen Leben waren gewiss nicht wenige Frauen unter ihnen.
(Ein Auszug aus der Detailplanung)

Medienteil DREI: Solidarischer Glaube


Die Moderne hält seit jeher für die Kirchen große Herausforderungen bereit. Die Industriegesellschaft verlangte nach weiblicher Arbeitskraft und schuf neue Abhängigkeiten. Aber Frauen drangen über ökonomische Teilhabe weiter vor ins öffentliche Leben, traten als Individuen oder in Frauenvereinen für ihre Sache ein. Liberale Ideen wurden nach und nach in gesellschaftliche Praxis übersetzt. Wie reagierten die Kirchen auf Emanzipation und Gleichberechtigung? Zu einem guten Teil suchten und suchen sie, sich dem gesellschaftlichen Wandel zu entziehen.
(Ein Auszug aus der Detailplanung)

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