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06/18 Vaterlos

FRAGEN DER ZEIT
Redaktionsskizze: wie choices & Co. das jeweils nächste Thema planen:
(für choices/Kultur, engels/Wuppertal und trailer/Ruhr)
Drei Magazine in NRW – ein Thema.  

Foto: Cornelia Wortmann

Die große emanzipatorische Kritik an männlichem Betragen dauert an. Aus besten Gründen. Grundsätzliche patriarchale Strukturen sind zu hinterfragen, konkrete Skandale zu benennen. Die Negativbeispiele in Gestalt der Notorischen aus Politik, Film etc. stehen uns täglich überlebensgroß vor Augen. Manche KommentatorInnen diagnostizieren indes, dass wir nicht bloß Skandale aufarbeiten, sondern ebenso Skandalisierung betreiben und uns an eine Art Generalverdacht gegen Männer längst gewöhnt haben. Der Mann als permanente Bedrohung, aufgrund von Natur, Sozialisierung und Tradition kaum zu bändigen, jederzeit fähig und gerne gewillt, seine Macht zu missbrauchen, dessen Vorherrschaft noch den feinsten Verästelungen unserer Sprache eingeschrieben ist. Als Erzieher gilt er Manchen nach wie vor als verzichtbar, von der Forschung wurde die Rolle des Vaters lange vernachlässigt, wie WissenschaftlerInnen einräumen, im Wort „Stiefvater“ schwingt ebenso Unheimliches mit mit im Wort 'Stiefmutter' und (männliche) Schüler scheinen permanenter Diskriminierung ausgeliefert, in einem Schulsystem, das die eher ruhigen Schülerinnen höher honoriert. – Vorverurteilung en masse im Dauerzustand sozusagen, Furcht und Larmoyanz, zwischen Menschen und Geschlechtern, die nichts weniger als eine Gesellschaft bilden. Bleibt zu hoffen, dass heutige Männer, Väter und Erzieher ihre Rollen besser spielen als behauptet – und ihr Möglichstes dafür tun, dass kommende (Männer-)Generationen sich zu Recht einen besseren Ruf erwerben. Denn der unheimliche Mann von heute, auch er war mal Kind und Junge. Was tun wir, damit zwischen kommenden Generationen die Vorwürfe und Verfehlungen einmal als überwunden gelten dürfen. Was leisten Männer als Erzieher, Lehrer und Vorbilder? Wie unverzichtbar sind sie? Können gerade sie dafür sorgen, dass Jungen zu Männern heranwachsen, die über die drastischen Verfehlungen diverser Zeitgenossen erhaben sind?

Medienteil EINS: Jungen ohne Vater

Der „gefährliche Mann“, er gedeiht womöglich besonders gut unter ‚vaterlosen‘ Bedingungen. Eine britische Untersuchung ergab, dass Jungen, die ohne Vater aufwachsen, später in die Pubertät kommen... (Ein Auszug aus der Detailplanung)

Medienteil ZWEI: Jungen ohne Lehrer

Die Klage ist nicht neu: Eine überpräsente weibliche Lehrerschaft gerade in Früherziehung und Grundschule, könne den besonderen Ansprüchen von Jungen überhaupt nicht gerecht werden, sodass sie durch Lautstärke, Bewegungsdrang und Aufsässigkeit prinzipiell und unverschuldet negativ auffallen.  Es fehle an männlichem Vorbild für Jungen ebenso wie am andersgeschlechtlichen Gegenüber für Mädchen. Das System Schule bevorzuge heute zudem Mädchen, und verdonnere Jungen mehr und mehr zu Bildungsverlierern... (Ein Auszug aus der Detailplanung)

Medienteil DREI: Stiefvater

In Zeiten von sog. abnehmender Partnerschaftsstabilität und von Patchworkfamilien wächst die Rolle des Stiefvaters. Die Statistik allerdings spricht gegen ihn: Ihr zufolge steigt mit einem Stiefvater das Risiko eines Totschlags um das Hundertfache...
(Ein Auszug aus der Detailplanung)

 

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