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Redaktion intern.

FRAGEN DER ZEIT
Redaktionsskizze: wie choices & Co. das jeweils nächste Thema planen
(für choices.deengels-kultur.de und trailer-ruhr.de)
Drei Magazine in NRW – ein THEMA

Foto: Cornelia Wortmann / fotolia.com

Aufmacher-Thema Oktober 2018:
DEZENTRALE ENERGIEN. Energie in lokalen Händen. (bereits erschienen!)
Erträge aus der Energiewende gerechter verteilen

Im Jahr 2017 soll es EU-weit erstmals gelungen sein, mehr Energie aus Wind, Sonne und Biomasse zu gewinnen als aus Stein- und Braunkohle zusammen. Von einer Einhaltung der Energieziele sind wir trotzdem betrüblich weit entfernt. Deutschlands Energieziele besagen, bis 2020 den Energieverbrauch gegenüber 1990 um 40% zu senken und bis 2030 65% Energie aus Erneuerbaren Energien (EE) zu beziehen. Ob und wie das gelingen soll, daran scheiden sich Experten. Immerhin scheinen nur noch Wenige damit befasst, sich an Angela Merkels Entscheidung abzuarbeiten, nach der Katastrophe von Fukushima den Ausstieg aus der Atomenergie anzugehen – wie glaubwürdig der politische Schwenk auch immer war: dass sich etwas ändern muss in Sachen Energie, daran scheint es keinen seriösen Zweifel mehr zu geben. Wie von selbst gestaltet sich damit der Energiemarkt neu, von einer ehemals zentralen Struktur, in der vergleichsweise wenige große Kraftwerke alle Energie erzeugten und lieferten, hin zu dezentralen Einrichtungen, die die nähere Umgebung versorgen können, aber auch für weiterreichende Lösungen infrage kommen. Waren bis vor Kurzem Kohle-, Atom- und ferner Wasserkraft gleichsam Synonyme für unsere Energieversorgung, und haben wir uns an Solar- und Windenergie gewöhnt, so sind die Alternativen mittlerweile geradezu unübersichtlich: Eingesetzt oder erprobt werden Erzeugungs- und Speichermodelle auf Lithiumbasis, Kondensatoren, Druckluftspeicher, Power to Gas, Pumpspeicher oder Wasserstoff/Brennstoffzellen. Welche Technik wofür taugt, entscheidet sich nicht zuletzt nach Energiedichte wieviele Kilowattstunden kWh in ein Kilogramm oder einen Liter eines Mediums passen und Wirkungsgrad wieviel der gespeicherten Energie in elektrische Energie umgewandelt wird. Zu überwindende Energielieferanten wie Benzin oder Diesel liefern rund 13 kWh, Lithium immerhin 11. Ein handelsüblicher Lithium-Akku stellt allerdings bloß 0,15 bis 0,26 kWh bereit, ein industrieller hingegen 1.000, was einem Drittel des Jahresverbrauchs eines durchschnittlichen Haushalts in Deutschland entspricht. Noch mehr Zahlen: Wird für die 90er Jahre noch eine dreistellige Anzahl von Kraftwerken genannt, die ganz Deutschland mit Strom versorgten, sollen es heute allein mehr als 1,5 Mio Solarstromerzeuger sein. 

 Medienteil EINS: Vielfältige demokratische Bürgerenergie.

Die Technik ist da oder zumindest unterwegs, motivierte Unternehmen, neue wie alte, ebenfalls. Bloß, an politischer Verbindlichkeit mangelt es offenbar. Rund 100 kleinteilige Regeln zu EE habe die Koalition in den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten beschlossen, heißt es. Eine absehbare Strategie, die Planungssicherheit gewährt, hingegen vermissen Viele; der vergleichsweise engagierte Klimaschutzplan 2050, unter Leitung der ehemaligen Umweltministerin Hendricks, sei von konkurrierenden Ministerien schlicht verstümmelt worden. (Ein Auszug aus der Detailplanung)

 Medienteil ZWEI: Die neue Kolonialmacht

Rohstoffe für neue Anlagen und ein Energieverbrauch bei Verarbeitung und Bau, der höher sein kann als bei konventionellen Anlagen. Ein besonders hoher Bedarf an Rohstoffen wie Eisen, Kupfer, Mangan, Selen, Niob oder Molybdän. Eine Lieferkette, die in Gebiete reicht, in denen es um Menschenrechte schlecht bestellt ist. Umweltschäden, die die Lebensbedingungen in den Herkunftsländern drastisch verschlechtern. Auch das gehört zur Energiewende, wie Misereor und Germanwatch anmahnen, während wir sie als öko-soziales Vorzeigeprojekt einer gerechteren globalen Zukunft etikettieren.
(Ein Auszug aus der Detailplanung)

 Medienteil DREI: Hässliches Alibi für neue Großtechnologien

Dystopische Landschaften und Küsten, in denen hunderte Meter aufragende Windanlagen dicht an dicht den Abschied bedeuten von einer über Jahrhunderte gewachsenen Ästhetik; deren Rotorenschlag fortwährend Vögeln und Fledermäusen zum Verhängnis wird und deren montoner Lärm die Meeresfauna schier in den Wahnsinn treibt und deren bloße Errichtung geschütze Naturräume vernichtet – Hysterie oder Fakt? 
(Ein Auszug aus der Detailplanung)

 

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