
Das Weiterleben der Ruth Klüger
Österreich 2011, Laufzeit: 85 Min., FSK 0
Regie: Renata Schmidtkunz
Portrait einer Holocaust-Überlebenden
Man kann nicht weg
„Das Weiterleben der Ruth Klüger“ von Renata Schmidtkunz
„Ich habe den Verstand nicht verloren. Ich habe Reime gemacht.“ Als Tochter eines jüdischen Arztes in Wien steckten die Nazis Ruth Klüger ins KZ, während der Deportation nach Bergen-Belsen gelang ihr die Flucht. Sie emigrierte in die USA, studierte, brachte zwei Söhne zur Welt. Ihre Biografie wurde zum Bestseller. Nun ist Ruth Klüger über achtzig.
Der Film besucht die agile Feministin, reist mit ihr von Kalifornien nach Wien und Israel. Fern von den abgeklärten Bildern der Historiker erzählt Klüger von ihrer Hassliebe zur Heimat, von Lyrik und vom Weiterleben nach der Migration. Hochinteressante Einblicke in das Leben einer reflektierten, schicksalsgeprüften Person, die wach und kritisch ist, poetisch und in mancher Sache unerbittlich.
(Hartmut Ernst)

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