
BB King: The Life of Riley
GB 2012, Laufzeit: 123 Min., FSK 0
Regie: Jon Brewer
>> www.arsenalfilm.de/bb-king/
Stimmungsvolle Doku mit Tiefgang
Moving People
“B.B. King - The Life Of Riley” von Jon Brewer
„It’s all about feeling“. Und davon hat B.B. King offensichtlich reichlich. Dieser zweistündige Dokumentarfilm gibt Einblicke in Leben und Schaffen der lebenden Legende. Neben biografischen Noten, die davon erzählen, wie es den kleinen schwarzen Jungen raus aus karger Hütte und Plantagenleben nach Memphis zieht, wo er im Radio und schließlich im Tourbus landet, geht es Regisseur Jon Brewer ebenso darum, etwas von der Seele des Blues zu vermitteln. Dazu befragt er nicht nur den Meister selbst, sondern auch Weggefährten wie Bono und Eric Clapton. Über sich selbst sagt B.B. King, dass er Geschichten erzählen und die Menschen bewegen möchte.
Neben der Person selbst vermittelt Brewer auch die Einflüsse des Blues auf Großbritannien, woraus der British Blues hervor ging und ein ganz anderes Publikum generierte. Oder wir erfahren etwas über den Einfluss, die ein neuer Produzent haben kann, der dem Arrangement Streicher unterlegt und damit einen völlig neuen Sound prägt. Auch wenn sich gegen Ende die Lobhudeleien der Zeitgenossen etwas überschlagen und wiederholen – diese Doku geht angenehm in die Tiefe, beschränkt sich nicht bloß auf Lebensstationen eines Musikers, sondern beleuchtet auch die Musik selbst und den Einfluss des Künstlers.
(Hartmut Ernst)

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