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Vakuum

Die betrogene Frau

11. März 2019

Die Filmstarts der Woche

Meredith (Barbara Auer) und André begegnen einander auch an ihrem 35. Hochzeitstag noch vertraut, erfüllt und liebevoll – da wird sie HIV-positiv diagnostiziert. Es stellt sich heraus, dass André Meredith mit Bordellbesuchen hintergeht und sie angesteckt hat. Das Wissen um die Krankheit und der Vertrauensverlust versetzen Meredith in haltlose Lähmung. Dabei wünscht sie sich nur eines zurück: Ein Leben an Andrés Seite. Nah und unvermittelt schmiegt sich Regisseurin Christine Repond mit ihrer Kamerafrau Aline László an Barbara Auer, die hier beeindruckend intensiv aufspielt. Der Filmtitel „Vakuum“ (Filmpalette, Premiere am Mittwoch 13.3. im Schauspiel Offenbachplatz) ist Programm: Ohne Einsatz von Filmmusik, gelingt eine aufreibende emotionale Achterbahnfahrt durch die Ängste und Verzweiflung eines Ü60-Paares, dessen Beziehung in eine tiefe Krise gerät.

Schon 2006 hatte sich Marcus H. Rosenmüller, der Erneuerer des deutschen Heimatfilms („Wer früher stirbt ist länger tot“), mit der Bob-Komödie „Schwere Jungs“ einem hierzulande vernachlässigten Genre zugewandt: Dem Sportfilm. Nun hat er mit „Trautmann“ (Cinenova, Cinedom, Cineplex, Residenz, Rex am Ring, UCI) ein Thema aufgegriffen, das eigentlich überfällig war: die Geschichte der Fußballer-Ikone der 50er Jahre, einem Vorreiter der Völkerversöhnung nach dem II. Weltkrieg. Bernd Trautmann (David Kross) war deutscher Kriegsgefangener in England, Torwart bei Manchester City, Fußballer des Jahres und Held des Pokalendspiels 1956, als er mit gebrochenem Nackenwirbel weiter spielte. Rosenmüller hat daraus ein kraftvolles Porträt gemacht, das mehr dem sozialkritischen „free cinema“ eines Ken Loach verpflichtet ist, als biederen deutschen (TV-)Biopics.

Los Angeles vor 17 Jahren: Die Begegnung mit Silas (Toby Kebell) wird die verdeckte FBI-Ermittlerin Erin (Nicole Kidman) nachhaltig prägen und verstören. Bis heute liegen die Wunden offen, als die Ermittlungen zu einem neuen Mordfall die gebrochene Agentin zurück in die Vergangenheit führen. Erin muss sich nun endgültig ihrer Geschichte stellen. Karyn Kusamas auf den staubigen Highways von L.A. angesiedeltes Thrillerdrama „Destroyer“ (Cinedom, Lichtspiele Kalk, Rex am Ring, UCI, OmU im Metropolis) folgt einer faszinierenden, alternden und einsamen Frau, die mit Alkohol und bösen Träumen endlich Rache nehmen will.

Außerdem neu in den Kinos: Małgorzata Szumowskas tragische Satire „Die Maske“ (Filmpalette), Lena Wendts und Ulrich Stirnats Aussteiger-Doku „Reiß aus - Zwei Menschen. Zwei Jahre. Ein Traum.“ (Cinenova), Adam Shankmans Geschlechterkomödie „Was Männer wollen“ (Cinedom, UCI), Erwin van den Eshofs Teenie-Romanze „Misfit“ (Cinedom, Cineplex, UCI), Louis Clichys und Alexandre Astiers Animationsspaß „Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks“ (Cinedom, Cineplex, Metropolis, Rex am Ring, UCI), Katja Benraths Jugendabenteuer „Rocca verändert die Welt“ (Cinedom, Cineplex, Metropolis, Rex am Ring, UCI) und Alice Agneskirchners Casting-Doku „Lampenfieber“ (Odeon).

Redaktion choices.de

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