Hans Weingartner studierte zunächst Gehirnforschung in Wien, dann Regie an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Mit Filmen wie „Das weiße Rauschen“, „Die fetten Jahre sind vorbei“ und „Free Rainer“ feierte er zahlreiche Erfolge im Kino. Nun startet sein neues Werk „Die Summe meiner einzelnen Teile“.
choices: Herr Weingartner, nach „Free Rainer“ überrascht ihr neuer Film: Der actionreiche Agit-Prop des Vorgängers weicht einem ruhigen, psychologischeren Ansatz. Was hat diesen Stilwechsel bewirkt?
Hans Weingartner: Erstens mag ich die Abwechslung, und zweitens gab es bei „Free Rainer“ von allem ein bisschen zu viel: zu viel Drama, zu viel Handlung, zu viel Charaktere, zu viele Inhalte. Dieser Irrsinn war zwar Teil des Konzepts, aber trotzdem: Ich wollte back to the roots, zurück zum schlanken Filmemachen, zur Essenz. Was brauche ich wirklich, um eine Geschichte zu erzählen? Zwei Hauptfiguren, die Straße, den Wald, eine Kamera.
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