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E-Tankstelle
Foto: Jetti Kuhlemann, pixelio.de

Von Steckdose zu Steckdose

Christopher Olvis über Herausforderungen der Zukunft, E-Mobilität und Ausbildungsfragen – Thema 09/11

choices: E-Mobilität gilt als eine der großen Herausforderungen für die Zukunft. Warum?
Christopher Olvis: Der Klimaschutz erfordert CO2-Einsparungen in allen Sektoren. Der Straßenverkehr erzeugt ca. 20% davon, allein 12% durch den PKW. Zudem beinträchtigen verkehrsverursachter Lärm und Schadstoffe gerade in Ballungsräumen die Lebensqualität ihrer Bewohner. Elektromobilität sorgt langfristig für den Erhalt der individuellen Mobilität und das CO2-frei.

Wo müssen hier Schwerpunkte bei der Erforschung und Entwicklung gesetzt werden?
Christopher Olvis
Foto: privat
Christopher Olvis ist Mitarbeiter der EnergieAgentur.NRW, die u.a. ein „Netzwerk Kraftstoffe und Antriebe der Zukunft“ umfasst. Mehr unter www.kraftstoffe-der-zukunft.de

Die größten Stellschrauben bei der Verbreitung von Elektrofahrzeugen stellen neben der Akzeptanz momentan die relativ hohen Kosten und die geringe Reichweite der Fahrzeuge dar. Im Bereich der Batterieforschung ist in Nordrhein-Westfalen etwa das Batterieforschungszentrum MEET (Münster Electrochemical Energy Technology) der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster aktiv. Dort arbeitet ein internationales Team an innovativen elektrochemischen Energiespeichern. Auch das Thema Leichtbau spielt in eine wichtige Rolle. Dazu sind Kompetenzzentren an der RWTH Aachen und der TU Dortmund eingerichtet worden.

Welche Rolle spielt das Thema "E-Mobilität" bei der Ingenieursausbildung generell?
Elektromobilität spielt in allen Ingenieursstudiengängen eine Rolle, die sich mit dem Automobilbau beschäftigen. Hier bietet die Hochschule Bochum als einzige Hochschule Deutschlands ab dem WS 2011/12 einen eigenen Masterstudiengang "Elektrotechnik/Elektromobilität" an. Weitere Studienschwerpunkte zum Thema bilden u.a. die Elektrochemie, die physikalische und die anorganische Chemie, die an der Universität Münster die Grundlage für das eben erwähnte „MEET“ bilden.

Braucht E-Mobilität "Stromtankstellen", wo es doch überall Steckdosen gibt?
Die Steckdose ist quasi eine Stromtankstelle. Elektrofahrzeuge können z.B. im Parkhaus, während der Arbeitszeit oder zu Hause in der Garage aufgeladen werden. Aber nicht jedem Nutzer steht derlei zur Verfügung. Deshalb sind Stromtankstellen sicherlich notwendig. Ihre Anzahl im öffentlichen Raum wird aber begrenzt sein, das ergeben zumindest die ersten Modellversuche.

INTERVIEW: WOLFGANG HIPPE

Tags: Thema 09/11

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