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Ausstellungsansicht mit dem Filmkostüm zu „César und Rosalie“, 1972, Collection Sarah Biasini
© Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn, Foto: Mark Brandenburgh

Privat und öffentlich

18. Mai 2012

Romy Schneider-Ausstellung in der Kunsthalle Bonn

Aber wer war Romy Schneider? 30 Jahre nach ihrem Tod im Alter von 43 Jahren ist die aus Österreich stammende Schauspielerin mit ihren Rollen immer noch präsent – und hinterlässt insgesamt einen zwiespältigen Eindruck. Da sind die kitschig-naiven „Sissi“-Filme, mit denen sie schnell berühmt wurde, und die Rollen ihrer Pariser Zeit als gereifte Frau mit Filmpartnern wie Yves Montand und Michel Piccoli. Da ist auch ihre schauspielerisch gelungene Korrektur der frühen Filme durch Viscontis „Ludwig II.“.

Es gibt den zeitweiligen Rückzug zum Film, die Beziehung zu Alain Delon und das spätere tragische Privatleben mit dem Freitod ihres Ex-Mannes und dem tödlichen Unfall ihres Sohnes, auf den bald der eigene Tod an Herzversagen folgte. Aber es bleiben einzelne Bilder, Filmstills, private Aufnahmen, die sich in unser kollektives Gedächtnis eingebrannt haben, als Momentaufnahmen ihrer Karriere und des Versuches, damit zurecht zu kommen.

Also: Was macht das Großartige von Romy Schneider aus, weshalb ist sie unvergessen? Dazu liefert nun die Bonner Ausstellung unterschiedliche Perspektiven. Und es gelingt ihr, Romy Schneider als Menschen mit verschiedenen Facetten zu zeigen, als Frau von großer Persönlichkeit, die Epochen der europäischen Filmgeschichte mitgeprägt hat.

Friedrich-Ebert-Allee 4, Bonn
5.4.-24.6., Di/ Mi 10-21 Uhr, Do-So 10-19 Uhr
Infos: www.bundeskunsthalle.de

Thomas Hirsch

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