Die Malerei von Driss Ouadahi (geb.1959) geht primär von visuellen und gesellschaftspolitischen Erfahrungen aus, die er in Algier und in Paris gemacht hat. Konstitutiv für seine oft großformatigen Bilder ist ein Raster, das sich über den gesamten Vordergrund zieht. Ouadahi spielt damit auf die von Spekulanten begonnenen und nach dem Rohbau verlassenen Bauruinen an, um die herum sich soziale Brennpunkte bilden. Im Hintergrund dieser Bilder sind, vorgetragen im perspektivischen Zug in die Tiefe, unterschiedliche urbane Szenen als Montage ineinander verschränkt. Vorgetragen ist all dies in einer souveränen und sinnlichen Malerei, die mit Schönheit und Versehrungen handelt, die aus der Ferne realistisch wirkt und sich aus der Nähe als vibrierende Abstraktion erweist. Und: Ein Kolorist ist zu entdecken!
„Driss Ouadahi“ | bis 10.3. in der Galerie Horst Schuler in Düsseldorf | www.horstschuler.com
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