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Pans Labyrinth

Mexiko/ Spanien/ USA 2006 119 Min.

Originaltitel: El Laberinto del Fauno

Regie: Guillermo Del Toro

Darsteller: Sergi Lopez, Maribel Verdú, Ivana Baquero, Doug Jones, Alex Angulo,Ariadna Gil, Roger Casamajor, Cesar Bea, Federico Luppi, Manolo Solo

Buch: Guillermo Del Toro

Kamera: Guillermo Navarro

Ausstattung: Eugenio Caballero

Musik: Javier Navarrete

Altersfreigabe: ab 16

 
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In den letzten Tagen des 2. Weltkriegs werden Ofélia und ihre schwangere Mutter zum faschistischen Hauptmann Vidal gebracht, der der Vater des ungeborenen Kindes ist. Eine Fee nimmt in dessen Stützpunkt in einer Mühle Kontakt zu Ofélia auf, die angeblich die Tochter des Königs der Unterwelt ist.

Partisanenkampf im Märchenland



Guillermo del Toro scheint mit seiner Comicverfilmung "Hellboy" im Jahr 2004 Gefallen gefunden zu haben an der symbolischen Verschachtelung des faschistischen Grauens während des Zweiten Weltkriegs und übersinnlicher Phänomene aus dem Reich der Unterwelt. Auch in "Pans Labyrinth" treffen die realen Teufel und die stilisierten Mächte der Finsternis aufeinander, wobei hier der fantastischen Ebene eine andere Bedeutung zukommt, die sich erst im Laufe des Films vollständig erschließt und deswegen an dieser Stelle nicht verraten werden soll. Ofélia wird von einer Fee, die sich zunächst in Gestalt einer überdimensional großen Heuschrecken-Gottesanbeterinnen-Kreuzung dem Mädchen offenbart, zum Pan der Unterwelt geführt, der sie vor drei Aufgaben stellt. Erst wenn Ofélia diese bewerkstelligt hat, darf sie als Prinzessin ins Reich ihres Vaters zurückkehren. Mittlerweile kämpfen Vidal und seine Mannen gnadenlos gegen die Partisanen, die sich der Terrorherrschaft Francos nicht unterordnen wollen.

Diese parallel erzählten Handlungen laufen über lange Zeit fast unberührt voneinander ab; indem sich Ofélia den zumeist ziemlich ekelhaften Aufgaben Pans stellt, nimmt sie das Leid und auch die Qualen ihrer Mutter um sich herum kaum mehr wahr. Guillermo del Toro nutzt die übernatürlichen Elemente ein ums andere Mal als Allegorien, deren doch recht märchenhaftem Stil man aber durchaus Weltfremdheit und Eskapismus unterstellen muss. Dennoch hat die Kombination aus Faschismuskritik und Fantasyspektakel für ein aufgeschlossenes Publikum seine Reize. Ein Kinderfilm ist "Pans Labyrinth" trotz seiner halbwüchsigen Hauptdarstellerin aber beileibe nicht. Dafür werden diverse Gräuel vom Regisseur auch viel zu detailliert und viel zu schonungslos ausgespielt. Auch das eher ein Manko, das nur echte Hardcore-Fans werden goutieren können. Sieht man den Film als visuelles Schmankerl mit einer ungewöhnlichen Story, und hat man keine Probleme mit drastisch ausgespielten Gewalttätigkeiten, ist hier mit Sicherheit für Unterhaltung gesorgt.
(Frank Brenner)
 
Zu diesem Film liegen für Köln und Bonn derzeit keine Vorstellungstermine vor.
 


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