Vanitas und memento mori sind zwei der prägenden Leitmotive des Barocks. Alles ist vergänglich. Nichts hält für die Ewigkeit. Die Kölner Künstler- und Theatergruppe raum13 nimmt sich jetzt dieses Themas an: Bis 2014 widmet sich das Kunstprojekt „Schönheit der Vergänglichkeit“ dem Sujet, am Beispiel der ehemaligen Hauptverwaltung der Klöckner-Humboldt-Deutz AG in Köln-Deutz. Die KHD wurde 1864 gegründet und spezialisierte sich auf die Entwicklung und Herstellung von Motoren. Dort, wo einst mehrere tausend Menschen arbeiteten, findet man heute nur noch ein leeres Areal vor. Obdachlose suchen hier Zuflucht, Kupferbanden reißen die Metallreste aus den Wänden, um damit ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Außerdem ist das Gelände zur Anlaufstelle für urbane Subkulturen und illegale Partys geworden. Das Bauwerk selbst zeugt vom glorreichen Aufstieg bis zum bitteren Niedergang einer Epoche. Der erste Teil der theatralen Eigenproduktion zu „Schönheit der Vergänglichkeit“ konzentriert sich auf den Zeitraum von den Nachkriegsjahren bis heute.
Uraufführung von „Schönheit der Vergänglichkeit #3“ | Sa, 8.9. 20 Uhr, weitere Termine am 4./15./21./22.9., 5./6./19./20.10. um 20 Uhr | raum13, Deutzer Zentralwerk der Schönen Künste | Deutz-Mülheimer Strasse 147-149, Köln | www.raum13.com
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