Das Oberhausener Manifest von 1962 war ein Plädoyer für künstlerische Freiheit und einem Ende der Verdrängungsmechanismen im deutschen Nachkriegsfilm. Von der damaligen Presse verhalten angenommen, gilt es dennoch als die Geburtsstunde des „Jungen Deutschen Films“.
Doch wie ist es heute um diesen bestellt? Das Magazin Schnitt widmet sich dieser Frage anhand des Debütfilms „Dicke Mädchen“ von Regisseur Axel Ranisch (Jahrgang 1983). Dieser ist ein Beweis für Kreativität jenseits von festgefahrenen Strukturen und exorbitanten Budgets: der mit nur 571 Euro in drei Monaten produzierte Film lebt von Improvisation. Er erzählt die Geschichte von Sven, der sich in den Pfleger seiner demenzkranken Mutter verliebt. Neben sehr guten Kritiken wurde der Film wurde u.a. mit dem Berndt-Media-Preis für den besten Filmtitel geehrt. Im Anschluss findet ein Gespräch mit dem Regisseur und dem Hauptdarsteller Heiko Pinkowski über die aktuelle Situation des deutschen Films statt.
Die Veranstaltung ist aus dem Programm der ifs internationale filmschule köln findet gemeinsam mit dem Filmmagazin Schnitt – Das Filmmagazin im Rahmen des Filmforums NRW e. V. statt, der Eintritt ist frei.
»ifs-Begegnung« Schnitt: 50 Jahre Oberhausener Manifest: Filmvorführung „Dicke Mädchen“ mit anschließender Diskussion | 8. Februar, 19 Uhr | Filmforum im Museum Ludwig
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