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Der Diktator

Der Prinz von Wadiya

Die Filmstarts der Woche

In der Rolle des kasachischen Journalisten Borat verzeichnete Sacha Baron Cohen 2006 seinen bis dato größten Leinwanderfolg. In seinem neuen Streich „Der Diktator“ (Autokino Porz, Cinedom, Rex am Ring, UCI, OmU im Metropolis) spielt der Komiker seine Exzellenz Admiral General Shabazz Aladeen, Herrscher über die fiktive Republik von Wadiya. Kaum in New York angekommen, um eine 14stündige Rede vor den Vereinten Nationen zu halten, wird der Diktator überfallen und durch einen Doppelgänger ersetzt. Ohne Bart und Kamel gerät er an eine Ökoladenbetreiberin (Anna Faris), die ihm wieder auf die Beine hilft. Cohen baut die Vorgehensweise seiner bisherigen Mockumentary-Satiren mit Stars wie Ben Kingsley, John C. Reilly und Megan Fox zur vollwertigen Komödie à la „Der Prinz aus Zamunda“ aus.

Nathalie (Sabine Timoteo) und Paul (Friedrich Mücke) machen Urlaub auf Cran Canaria. Als ein Boot mit senegalischen Flüchtlingen auf der Insel strandet, wird Nathalie in das Schicksal eines Vaters und seines Sohnes hineingezogen, die aus dem Auffanglager flüchten. „Die Farbe des Ozeans“ (Filmhaus) heißt Maggie Perens gelungenes Melodram, das - ohne Zeigefinger-Mentalität - Wohlstandssorgen auf existenzielle Not treffen lässt.

Emmanuel Moret kredenzt mit „Die Kunst zu lieben“ (Cinenova) eine ironische Ratgeber-Komödie um die Liebesbemühungen mehrerer Pariser Großstadtsingles. Ein äußerst amüsanter, pointierter Episodenreigen über Taktiken in Sachen Liebe und Verführung in unserer Zeit.

Amüsant geht es auch in der dänischen Schwarzweißgroteske „Kill me please“ (OmU in der Filmpalette), in Lasse Hallströms Romanverfilmung „Lachsfischen im Jemen“ (Cinenova, Odeon, Rex am Ring, Residenz, Weisshaus, OmU im Metropolis) und in der Späthippie-Komödie „Our Idiot Brother“ (Cinedom, Cinenova, UCI) zu.

Kaum jemand hat den Reggae so etabliert und international populär gemacht wie Bob Marley. Regisseur Kevin Macdonald heftet sich in seiner zweieinhalbstündigen Dokumentation „Marley“ (OmU im OFF Broadway) an seine Spuren. Thomas Thümena begleitet Leben und Werk des Schweizer Künstlers „Jean Tinguely“ (Odeon), indem er Material aus Tinguelys frühester Zeit als Schaufensterdekorateur bis zu seinem Lebenswerk „Der Zyklop“ kombiniert. Die psychedelisch inszenierte Doku „The Substance - Albert Hofmann's LSD“ (Filmpalette) verfolgt den Weg der Droge vom Labor zu Militär- und Geheimdienstexperimenten bis hin in die Hippiezeit, wo Friedensaktivisten die Droge für sich entdeckten – und in Eigenproduktion auf den Markt warfen.

Außerdem neu in den Kinos: die Fortsetzung „Hanni & Nanni 2“ (Cinedom, Cinenova, Metropolis, UCI) und die Wiederaufführung „Bibi Blocksberg - Eene, meene, eins, zwei, drei!“.

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