Es ist eine in mehrfacher Hinsicht bedeutende Ausstellung, die Direktor Werner Jung mit Projektleiter Dr. Jürgen Müller und Marcus Leifeld derzeit im NS-Dokumentationszentrum zeigt. „Kölle Alaaf unterm Hakenkreuz“ erlaubt erstmals einen differenzierten Blick auf die Vorgänge im Kölner Karneval zwischen 1933 und 1945. Zugleich legt die multimediale Schau offen, wie das Geschäft mit der Unterhaltung von anderen Machenschaften ablenkte und den Karneval für propagandistische und rassistische Gedanken instrumentalisierte.
Die Ausstellung wirft Blicke auf die Karnevalsgesellschaften, die Rosenmontagszüge und Saalveranstaltungen, die nach anfänglicher Zurückhaltung immer öfter antisemitische Parolen unters feiernde Volk brachten. In einer zusätzlichen Abteilung werden die Biographien der drei unterschiedlichen Karnevalisten Willi Ostermann, Hans Tobar und Karl Küpper gespiegelt. Ostermann starb 1936, Tobar konnte mit seiner Familie nach Amerika emigrieren, Küpper wurde ob seiner Witze über den Hitlergruß mit einem lebenslangen Redeverbot belegt.
„Kölle Alaaf unterm Hakenkreuz“ I bis Ende März I NS-Dokumentationszentrum, Köln I 0221 22 12 63 32 I www.nsdok.de
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