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Inspiration für Tarantino: "Ein Haufen verwegener Hunde"
Foto: Archiv, Grafik: Lutz Peltzer

Bahnhofskino forever

17. Januar 2012

4 Jahre „something weird cinema“

Der Begriff „Repertoirekino“ kam Ende der siebziger Jahre auf, als Programmkinomacher wie choices-Mitbegründer Heinz Holzapfel neben dem aktuellen Filmkunstprogramm spezielle „Best of“-Reihen mit klassischen Komödien, Thrillern und Horrorfilmen für Spät- und Mitternachtsschienen kreierten. Mit ihnen wurde eine neue Generation von Kinogängern an Ernst Lubitsch, Jacques Tati, Billy Wilder, Blake Edwards und Alfred Hitchcock, aber auch an Leute wie Wes Craven oder David Cronenberg herangeführt.

Die engen Kinocenter und schmierigen Bahnhofskinos, mit denen die thematisch arbeitenden Programmkinos seinerzeit konkurrierten, sind mittlerweile mausetot und durch schicke Multiplexe ersetzt. Nicht nur Regisseure wie Quentin Tarantino haben die Kraft dieser nicht elitären Bahnhofskinos mit ihren launigen Exploitationfilmen genussvoll aufgesogen. In Köln hat sich nach der Schließung von Walter Kirchners Lupe 2 eine neue Szene gebildet, die regelmäßig vergessene Filmklassiker ausgräbt und die antiautoritären Geister des Action-, Sex- und Horrorkinos beschwört. Neben dem Filmclub 813, der unlängst seinen 21. Geburtstag beging, kann nun auch die von Filmvorführer Felix Seifert und Gebäude9-Macher Pablo Geller ins Leben gerufene Reihe „something weird cinema“ ihren vierten Geburtstag feiern. Manch glorreiche Abende gab es im Filmhaus, an denen Seifert und Geller mit Werken wie „Barbarella“, „Harley Riders - Sie kannten kein Erbarmen“, „Melody in Love“, „Death Trap“ und „Nightmare“ Seite an Seite mit einem treuen Publikum die unkaputtbaren Tage des Independentkinos feierten. Auch die „Mondo“-Welle der sechziger und siebziger Jahre und das Oeuvre David Cronenbergs kamen zu Ehren, ebenso wie zum Open-Air im MediaPark Laura Gemser als „Die Todesgöttin des Liebescamps“. Zum Jubiläum darf am 21.1. Sam Raimis „Tanz der Teufel“ auf die große Leinwand, anschließend werden nonstop Super 8-Fassungen von „Zombie“ und „Ein Mann sieht rot“ kredenzt.

Vier Jahre something weird cinema | Samstag, 21.1. um 20 Uhr | Filmhaus | Karten an der Kinokasse

choices verlost 2x2 Karten
E-Mail
bis 19.1. an verlosung@choices.de, Kennwort: Bahnhofskino

jl

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