Ganz Köln jammert wegen des Exodus‘ der hiesigen Schauspielintendantin ins angeblich gelobte und völlig errötete Land Hamburg. Ganz Köln? Nein, wir nicht! Wir hegen einen gemeinen, geheimen Plan, um die kulturelle Größe unserer Stadt zu bewahren. Ein paar computerversierte Teenager reichen, um die Rechner des Deutschen Schauspielhauses in der Hansestadt zu hacken und alles, was die dort neuinstallierte Intendanz ausheckt, auf einen USB-Stick zu laden. Ein neuer Leiter des Kölner Schauspiels muss die gestohlenen Dokumente nur noch ausdrucken und kann sie als ureigenes Konzept der Öffentlichkeit verkaufen. Andere sind mit dieser Methode sogar Verteidigungsminister geworden. Und falls das mit den Hackern nicht klappt, bleibt ein Trost. Beier wird geläutert wieder nach Hause kommen. War bei Poldi doch auch so.
Unser CHOICES-THEMA des Monats März heißt KANN KÖLN AUCH ANDERS? Im Jahre eins nach dem Bürgeraufstand von Stuttgart fragen wir uns, ob Basisbewegungen auch bei uns eine Chance hätten. Der Vergleich zur schwäbischen Landeshauptstadt allerdings birgt Untiefen. Würde unser Hauptbahnhof unterirdisch werden, die benachbarte Bahnhofskapelle wäre baustatisch gesehen in existenzieller Gefahr. So bleibt uns nur die Angst um das Schauspiel. Dass nach erfolgter Mittelkürzung nun die DREIGROSCHENOPER aufgeführt wird, ist allerdings Zufall. Schließlich ist der Kulturhaushalt der Stadt mit doch noch etwas mehr als mit nur 15 Cent ausgestattet. Mit der musikalischen Leitung der Inszenierung HANS JÖRN BRANDENBURG sprachen wir über das Werk von Kurt Weill in der heutigen Zeit, das am besten von Tom Waits interpretiert wird. Die Bildenden Künste offenbaren in diesem Monat herrschaftliche Malereien. In der Ausstellung NAPOLEON UND EUROPA – TRAUM UND TRAUMA geht es mitnichten nur um Historie. Die Ölgemälde zeigen einen gefälligen Blick auf den Feldherren. Der kleine Mann aus Frankreich sieht auf manchem Schinken so pompös aus wie Guttenberg bei Kerner. Eher herrschaftsfrei ist die Darstellung von Körpern und Bewegung bei dem Tanztheater der PINA BAUSCH. WIM WENDERS wollte eigentlich mit ihr zusammen einen Film über diese außergewöhnliche Kunst drehen. Leider musste Bausch vor knapp zwei Jahren überraschend die Bühne wechseln und so blieb Wenders allein mit seinem Film, der in diesem Monat in die Kinos kommt. TANZT, TANZT, SONST SIND WIR VERLOREN heißt der erste Arthouse-Film in 3D vieldeutig.
Auch sonst gibt es wieder viel Kino im Monat. Im Western nichts Neues? Von wegen, die Cohn-Brüder haben mit TRUE GRIT ein Lach- und Trauertränen erzeugendes Epos geschaffen. In BIUTIFUL geht es um das widersprüchliche Leben und Sterben eines Ganoven in Barcelona. Unsere CHOICE OF CHOICES ist im März WER WENN NICHT WIR? Die Geschichte der Gudrun Ensslin und ihres Gatten Bernward Vesper wird sensibel bis zu dem Zeitpunkt erzählt, wo sonst die Westernstreifen über die RAF beginnen. Einen friedlichen und kopiergeschützten März wünscht Ihnen
Tina in Düren
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Intro zum Monat April 04/12
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Im Interview: Manuel Zelaya, der vom Militär gestürzte frühere Präsident von Honduras – spezial 03/12
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„Jewollt und nit jekonnt“
Intro zum Monat Februar 02/12
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Falling down am Kölner Ring
Intro zum Monat Januar 01/12
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Bambi-Bitch
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Liebe Frau Piel!
Intro zum Monat November 11/11
Die schwarze Gefahr
Intro zum Monat Oktober 10/11
Von Ameisenkünstlern und anderen Überfliegern
Erfolgsmeldungen aus der Kölner Hochschullandschaft - Jubiläum 10/11
Zum Durchdrehen
Intro zum Monat September 09/11
Müffelnde Mädchen
Intro zum Monat August 08/11
Heavy Metal
Intro zum Monat Juli 07/11
Hoch die Tassen und Gläser!
Findling 07/11
Nomen est omen
Intro zum Magazin 06/11
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Magenbitter 05/11
Das Doppelkoppmonster
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taz-Medienkongress in Berlin
In Berlin wurde die Zukunft der Medien verhandelt. Die taz hatte geladen, um zu klären, wie Mister Twitter Old Mubarak stürzte - choices spezial 04/11
Atomausstieg - nachhaltig umschalten!
Ökologische Gegenwarts- und Zukunftsfragen - die Kulturmagazine choices, engels und trailer-ruhr seit vielen Jahren mit 'grünen Seiten', nicht erst seit Fukushima - choices spezial 04/11
Verrückt nach mehr
Findling 04/11
Kunst durch Vorbeischauen
Dämonen sind schlau. Viele Reize, wenig Tatsachen - Magenbitter 04/11
Déjà-vu
Intro zum Magazin 04/11